DIY // Kupfergläser fürs Badezimmer und 3 Tipps gegen Aufschieberitis

Wenn ihr wüsstet, wie lange mir diese Idee schon im Kopf herumschwirrt. Ungefähr seit einem halben Jahr, wenn ich mir den Post auf Karinas Blog Oh what a room, der mich zu diesem DIY inspiriert hat, so anschaue.
Ganz ehrlich: Im Aufschieben bin ich richtig, richtig groß. War schon immer so, wird wohl auch immer so bleiben. Egal, niemand ist perfekt - und sollte ich es jemals werden wollen, fang ich morgen damit an ;-) Oder übermorgen.


Jetzt sind sie jedenfalls fertig, meine Kupfergläser, die mir bei Karina so gut gefallen haben. Mit dem Unterschied, dass meine von Woolworth stammen. Jaaa, nicht unbedingt der letzte heiße Scheiß, aber billig günstig. Kupferfarbene Sprühfarbe hatte ich ohnehin noch zu Hause; das gilt übrigens auch für ziemlich viele andere Farben. Im Katastrophenfall werde ich also armselig verhungern, kann aber alles in Pudertönen und Trendfarben verschönern. Man muss Prioritäten setzen! Alles in allem hat mich dieses DIY also exakt 3,98 Euro gekostet. Yay!


Große Erklärungen sind wegen der Bilder auch gar nicht nötig: picknick-, aber nicht badezimmergeeignete gelbe Deckel ansprühen, über Nacht trocknen lassen, eventuell übrig gebliebene Stellen nachbessern - fertig! Und dann die Gläser mit durchaus vorzeigbaren Bad-Utensilien wie Wattepads und -stäbchen befüllen. 


Ich habe die Gelegenheit gleich mal genutzt, den Platz auf der Waschmaschine ganz generell schöner zu machen. Weg mit den bunten Allzweckreinigern und dem Waschmittel - das steht jetzt gut greifbar, aber nicht sichtbar direkt neben der Waschmaschine in einem Schrank. In diesem Schrank waren vorher Handtücher verstaut. Und weil die nun mal viel dekorativer sind als Allzweckreiniger, habe ich sie in einem passenden Kupferkorb (den gab's mal bei H&M) aufgerollt verstaut. Ein Vorher-Nachher-Bild der Waschmaschinen-Situation findet ihr übrigens weiter unten.




Der erste Weg, eine nervige Eigenschaft loszuwerden, ist sie erst einmal überhaupt wahrzunehmen. Und glaubt mir, meine Aufschieberitis geht mir dermaßen auf die Nerven. Mein Bad könnte schon seit ein paar Monaten so aussehen, wenn ich es nicht immer aufgeschoben und auf einen günstigen Moment gewartet und auf die richtige Motivation gelauert hätte.

Deshalb habe ich heute drei Tipps gegen Aufschieberitis für euch, die bei mir mittlerweile gut helfen. The trick is, sich selbst auszutricksen ;-)

1. TO DO LISTE - ABER RICHTIG!
 
Ja, gähn, ich weiß. To do Listen. Ungefähr so originell wie Werbung mit Daniela Katzenberger. Was bei mir überhaupt nicht hilft: eine To do Liste mit dem Punkt "Badezimmer schöner machen". Zu allgemein, zu unspezifisch, zu wenig konkreter Anpack.
Was mir hilft: ein Überpunkt wie "Badezimmer mit Kupfergläsern, Handtüchern und Pflanzen schöner machen". Und dazu viele einzelne Punkte wie Gläser kaufen, Deckel ansprühen, Handtücher rollen etc. Dann habe ich nämlich a) viel mehr Erfolgserlebnisse, b) behalte ich den Überblick über mein Projekt und c) habe ich so viele kleinere Dinge, die ich auch schnell zwischendurch umsetzen kann - ohne vor einem riesigen Berg zu stehen.

2. MATERIAL BESORGEN UND SICHTBAR PLATZIEREN

Man kennt das ja: aus den Augen, aus dem Sinn. Deshalb kaufe ich mittlerweile alle Materialien auf einmal und stelle sie auf den Esszimmertisch, Schreibtisch oder wo auch immer hin - Hauptsache, ich laufe jeden Tag daran vorbei. So vergesse ich garantiert nicht, was als Nächstes ansteht.

3. ZIEL VISUALISIEREN
 
Es ist mittlerweile weithin bekannt, dass visualisierte Ziele schneller erreicht werden als andere. Und so mache ich es mittlerweile mit fast allen Projekten (auch den ganz kleinen!). Ich male sie auf, im Ganzen, in Details (und das sieht wirklich nicht professionell aus! Macht aber nix...). Hinzu kommen viele Beschriftungen in unterschiedlichen Farben, Pfeile und so weiter. Mir hilft es einfach, das Ergebnis eines Projekts schon bildlich vor mir zu sehen, dann fällt mir die Umsetzung leichter.


 
Verratet mir doch mal eure Tipps und Tricks, um Sachen nicht auf die lange Bank zu schieben. Ich bin gespannt!
 
Die-Dachgeschosswohnung-bei-dieser-Hitze-verfluchende-Grüße
Becci

Inspiration // Der Sommer geht weiter - auf zur Gartenparty!

Wenn mich eines nervt, dann Menschen, die ständig übers Wetter motzen. Und selbst wenn's gerade nix zu motzen gibt, dann reden sie denn Sommer einfach schon mal tot. Und überhaupt, das Jahr ist ja eh schon so gut wie vorbei.
 
Die sollen mich bloß in Ruhe lassen mit ihrer Negativität, ich kann's nicht mehr hören. Und läute hiermit die zweite Sommerrunde ein (sagt meine Wetter-App übrigens auch!). Am Freitag kaufen meine Freundin und ich eine Zehnerkarte fürs Freibad - DAS ist Optimismus! Ich will auf jeden Fall noch ein paar Sommerrezepte bloggen. Ich habe noch lange nicht genug Eis gegessen. Und eine Gartenparty muss auch noch her! Genau dafür gibt's heute ein paar Inspirationen - fürs Outfit, für die Deko und - am allerwichtigsten - für den Spaß!

 
1 // Ich liebe Silber (Gold steht mir als Wintertyp nämlich nicht besonders gut), und diese Ethnokette* hübscht jedes schlichte Top auf
 
2 // Äffchen, die an Palmen hängen - mehr muss ich wohl nicht sagen zu diesen Getränketoppern, oder?
 
3 // Was habe ich dieses Eis-Dings-Spiel früher geliebt. Wann immer Kirmes im Dorf war, musste so ein Teil gekauft werden (es hielt dann, auch wegen meines kleines Bruders, ungefähr zwei Tage lang. Und dann hieß es 363 Tage warten auf die nächste Kirmes)
 
4 // Diese Clutch* ist bunt. Sehr bunt. Sehr bunt ist normalerweise nicht so mein Ding, aber wenn der Rest des Outfits schlicht ist... Und überhaupt: Sommer! Gartenparty! Bunt!
 
5 // Seit ich vor zwei Jahren in der Camargue in Südfrankreich im Urlaub war und dort jede Menge freilebende Flamingos gesehen habe, liebe ich diese Tiere. Auch wenn's hier nur für Flamingo-Ballons reicht
 
6 // Hach! Schön sind se. Und schimmern so schön, aber nicht zu viel. Quasi perfekt viel. Mir gefallen diese offenen Espadrilles* richtig gut. Und da der Sommer noch ein bisschen bleibt...
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Was habt ihr denn in diesem Sommer noch vor?
 
Eine-Sommergrippe-auskurierende-Grüße
Becci

DIY you closet // Maritime Tasche - perfekt für Nähanfänger

Eigentlich hätte dieser Post ja schon gestern online gehen sollen, damit er pünktlich zu Lisas (Mein Feenstaub) und Kathas (kathastrophal) Reihe // DIY your Closet // da ist. Bei dieser Mitnähaktion geht es darum, einmal im Monat etwas zu machen, das dann in den Kleiderschrank wandert, etwas neu Genähtes zum Beispiel oder etwas Altes, aus dem etwas Neues entsteht. Aber da mir eine Naht noch nicht wirklich gefallen hat, musste ich eben noch mal ran. Daher die Verspätung.
 
Nun habe ich nicht den allerauffälligsten Kleidungsstil (und manchmal, an mauligen Tagen, komme ich mir richtig langweilig und grau und fad vor - ihr kennt das bestimmt oder?). Jeans, T-Shirt, Sneakers, Ballerinas - eine Modebloggerin wird aus mir sicher nie werden. Macht aber auch nix: Statt mich auf die Suche nach dem perfekten Outfit zu machen und unzählige Online-Shops zu durchwühlen überlege ich mir lieber, wie ich meine vorhandenen Basics ein bisschen aufhübschen kann. Es ist doch so: Wie individuell kann ein Teil von einer Marke sein, das jeder trägt, weil's gerade hip ist? Dann lieber ein langweiliges Teil nach eigenen Vorstellungen verändern oder nähen. So sehe ich das jedenfalls.


 
Ich fahre gerade total auf Dreiecke ab (und höre meinen Mathelehrer gerade hysterisch lachen, weil mir Geometrie immer ein undurchdringbarer Graus war). Aber eine geometrische Form in einem DIY-Projekt ist nun mal was völlig anderes als in einem von roten Anmerkungen übersäten Mathearbeitsheft.
Also, Becci, sagte ich mir, gibste den Dreiecken (ob gleichschenklig oder nicht) mal noch eine Chance - zum Beispiel auf einer selbst genähten Tasche. Et voilà (Französisch. Noch so ein Lieblingsfach...)! Den Schnitt der Tasche findet ihr bei Pattydoo, überhaupt gibt's für Nähanfänger (zu denen ich mich absolut zähle) dort tolle Schnitte und Projekte. Mit Videoanleitungen, die dich einem Erfolgserlebnis gleich viel näher bringen. Das kostenlose Schnittmuster könnt ihr euch hier herunterladen.



Verziert habe ich die Tasche dann noch mit Stoffdreiecken, die ich ein bisschen schräg angeordnet habe, um die Streifen aufzubrechen. Festgenäht habe ich sie mit einem roten Nähgarn (das dem ganzen einen maritimen Touch verleiht) mit einem Zickzackstich. Dabei habe ich wirklich nicht so genau gearbeitet, weil ich es schön finde, wenn die Applikationen ein bisschen wild aussehen.
Ihr müsst einfach darauf achten, die Dreiecke  - oder jede andere Form - direkt nach dem Zuschneiden der Taschenteile aufzunähen, auf der rechten, schönen Seite. Die Seite, die später das Vorderteil eurer Tasche ist.


Da gibt's echt sooo viele Möglichkeiten, eine Tasche mit ein paar Handgriffen zu einem Hingucker zu machen. Für den Winter darf's bei mir dann auch wieder etwas auffälliger sein, dann könnte ich mir Pailletten auch sehr gut vorstellen. Mal gucken.


Das rot-weiße Haarband ist übrigens das erste Projekt dieses Buchs, das ich euch vor ein paar Wochen mal vorgestellt habe. Auch ein perfektes Vorhaben für Anfänger. Und jetzt passt es - eher zufällig, aber was macht das schon - zu meiner neuen Tasche. Das ist wirklich reiner Zufall, aber ich bin keinen von denen, die findet, dass Accessoires immer perfekt zusammenpassen müssen. Ich finde das eher langweilig. Aber das hier gerade noch so, um nicht allzu gewollt zu wirken...


Nun, ich hoffe, euch gefällt mein neuer Shopper. Ich werde ihn gleich samt Haarband mal ausführen (wie das klingt. Ich muss zur Arbeit...) Als Journalistin muss ich meine Kamera oft mitschleppen, und das Tolle ist: Sie passt super in die recht große Tasche. Hach!

Was habt ihr euch zuletzt selbst gemacht für euren Kleiderschrank? Lasst mir gerne ein paar Inspirationen da!

Den-nicht-dazu-passenden-knallgelben-Nagellack-suchende-Grüße
Becci

Sommerdessert vom Grill: Karamellisierte Pfirsiche mit Gorgonzola

Sollten sich unter euch desperate perfect housewives befinden, dann könnte ich verstehen, wenn mein Post denjenigen heute nur ein müdes Lächeln entlockt. Für alle anderen, die - so wie ich - nicht mit einem perfekten Dinner aufwarten können, wenn sich kurzfristig Gäste ankündigen, gibt's heute ein einfaches, aber einfach tolles Sommerdessert: Karamellisierte Pfirsiche vom Grill mit Gorgonzola.


Ich liebe Gegensätze, und ich liebe sie vor allem beim Essen. Das macht ein Gericht für mich erst richtig spannend, und als solches dürft ihr die gegrillten Pfirsiche einstufen.
Süße, saftige, pralle Pfirsiche (das klingt jetzt irgendwie schon ein Tick versaut) vereinigen (huch) sich mit derbem, rassigem (rrrrrr!) Gorgonzola. Foodporn, hallooo! 




Und die Zubereitung ist so was von einfach, schon fast lächerlich einfach: Ihr halbiert die Pfirsiche, entfernt den Kern, streut etwas braunen Zucker darauf (zwecks Knusper-Karamellisierung) und legt sie mit der Schnittfläche erst mal auf den Grill. Wenn sie dann etwas weich geworden und eine schöne Farbe angenommen hat, nehmt ihr sie wieder runter.


Dann füllt ihr einen ordentlichen Klecks Gorgonzola in die Mitte. Weil das Obst noch heiß ist, verläuft der Käse mit der Zeit. Oh. Mein. Gott. - ist das gut! Ein bisschen Basilikum dazu, obendrauf noch etwas Pfeffer (aber nicht zu viel, ist ja ein Dessert).


Ich weiß, dass kräftiger (pardon, rassiger!) Gorgonzola nicht jedermanns Sache ist. Ich mag's bei Käse richtig würzig, aber nun ja, ich bin ja auch nicht das Maß aller Dinge. Probiert es also ruhig mal mit Feta oder Büffelmozarella, falls euch Gorgonzola zu heftig ist.




Was ist denn euer liebstes Dessert im Sommer - abgesehen von Eis, das natürlich der Klassiker schlechthin ist? 

Ich wünsche euch eine tolle Zeit mit schönen Sommertagen!

Schon-ans-nächste-Dessert-denkende-Grüße
Becci